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Steffen Wendel: „Play and Apply“ verbindet eine Simulation – also ein echtes Planspiel – mit einem strukturierten und sehr bewusst gestalteten Reflektionstag. Ziel ist es, das Erlebte nicht einfach liegenzulassen, sondern gezielt in den Arbeitsalltag zu übertragen. Wir haben gemerkt: Viele Trainings vermitteln Wissen, aber was davon wirklich in der Organisation ankommt, bleibt oft offen. Dieser Transfer ist die Lücke, die wir schließen wollen. Und: Die Reflektion orientiert sich immer an der aktuellen Situation des Kunden nichts von der Stange.
Steffen Wendel: Der große Unterschied steckt im zweiten Tag. Viele Planspiele hören kurz vor Feierabend auf: Simulation, kurzes Feedback und das war’s. Bei uns geht’s erst richtig los. Am Reflektionstag nehmen wir die Erkenntnisse aus dem Spiel und übertragen sie konkret auf die Realität des Teams oder der Organisation. Es entsteht ein gemeinsames Verständnis: „Was bedeutet das für uns?“ und alle sind beteiligt. Genau da beginnt die echte Transformation.
Steffen Wendel: Weil nachhaltiges Lernen Zeit braucht. Und weil sich vieles erst „über Nacht“ sortiert. Der zweite Tag ermöglicht Ruhe und Tiefe: Muster erkennen, Wirkung analysieren, Veränderung anstoßen. Und ganz ehrlich: Viele Kunden nutzen den Abend dazwischen auch für ein Teamevent – ein Nebeneffekt, der den Zusammenhalt stärkt. Lernen darf ja Spaß machen.
Steffen Wendel: Kurz gesagt: alle, die in Service- oder IT-Organisationen arbeiten. Führungskräfte, ITSM-Teams, agile Teams, Projektrollen – jeder, der Zusammenarbeit, Serviceorientierung und Prozesse im Griff haben möchte. In den Vorgesprächen holen wir die Kunden dort ab, wo sie wirklich stehen, damit der Reflektionstag maßgeschneidert wird.
Steffen Wendel: Überraschend positiv und manchmal auch überraschend emotional. Viele starten skeptisch, manche sogar mit Widerstand … und spätestens zur Hälfte der Simulation ist das alles „über Bord geworfen“. Die Titanic oder Apollo-Simulationen bringen Energie, Humor und Aha-Momente in die Gruppe. Und der Reflexionstag? Da sagen uns viele: „Jetzt verstehen wir, warum wir so arbeiten und was wir besser machen können.“
Steffen Wendel: Die Simulation zeigt sehr greifbar, wie Zusammenarbeit, Kommunikation, Rollenverständnis und Prozessdenken funktionieren - oder eben auch nicht. Es geht darum, eine Mission gemeinsam erfolgreich abzuschließen. Das klingt einfach, ist es aber nicht. Und genau deshalb lernt man dabei so viel.
Steffen Wendel: Zum Beispiel:
· Wie wichtig klare Rollen sind.
· Wie stark Prozesse unter Stress leiden.
· oder warum Priorisierung im Team kein „Nice to have“, sondern Überlebensfaktor ist.
Viele sagen: „Das ist ja genau wie bei uns!“ und genau darum geht es.
Steffen Wendel: Weil es wirkt. Spielerische Elemente aktivieren, motivieren und öffnen den Kopf. Und ja: Es hilft manchmal, das innere Kind bei Erwachsenen wieder ein bisschen zu wecken. Im Spiel darf man scheitern, ausprobieren, Fehler machen. In der echten Arbeit besser nicht. Deshalb ist spielerisches Lernen so wertvoll.
Steffen Wendel: Sehr positive. Viele merken nach dem Workshop, dass Teams anders miteinander sprechen. Prozesse werden bewusster gelebt. Und manchmal entsteht sogar ein völlig neuer Teamspirit. Wenn etwas nicht den Erwartungen entspricht, klären wir das im persönlichen Gespräch, aber inhaltlich kommt das Format sehr gut an.
Steffen Wendel: Dass Organisationen den Mut haben, praxisnahes Lernen als echten Erfolgsfaktor zu sehen. Viele sagen am Anfang: „Bei uns läuft doch alles gut, wir brauchen das nicht.“ Nach der Durchführung heißt es dann meistens: „Wir hätten das viel früher machen sollen.“ Ich wünsche mir, dass Formate wie dieses Bestandteil einer modernen Lernkultur werden – ganz selbstverständlich.
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